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EU-Ausschreibung KIRU-Netz erfolgreich abgeschlossen

Leistungsfähiges Kommunikationsnetz
Eine wichtige Infrastrukturkomponente für die Datenkommunikation im Land Baden-Württemberg ist das Kommunikationsnetz zwischen Mitgliedern und Kunden mit ihrem jeweiligen Rechenzentrum. Dieses Kommunikationsnetz wurde in den vergangenen Jahren von den Rechenzentren bei der T-Systems Inter-national (TSI) angemietet. Nun haben die Aufsichtsgremien der Rechenzentren entschieden, keine weitere Vertragsverlängerungen mit dem bisherigen Betreiber TSI abzuschließen, sondern eine „Rahmenvereinbarung zur Bereitstellung und Betrieb eines Datenkommunikationsnetzes für die kommunalen Rechenzentren und deren Kunden in Baden-Württemberg" EU-weit auszuschreiben.
Erstmals haben sich die drei Kommunalen Rechenzentren in Baden-Württemberg KIRU, KDRS und KIVBF darauf verständigt, unter Federführung der KIRU eine gemeinsame Ausschreibung für das landesweite kommunale Kommunikationsnetz durchzuführen. Mit Unterstützung eines externen Beraters ist es gelungen, ein Netz auf Basis eines Multi Protokoll Label Switching (MPLS) für Baden-Württemberg zu entwerfen und als Grundlage für die Ausschreibung zu verwenden. Die Ausschreibung wurde im Januar 2009 im „Tenders Electronic Daily" veröffentlicht.
TSI gewinnt Teilnehmerwettbewerb
Beim vorgeschalteten Teilnehmerwettbewerb konnten sich vier Wettbewerber qualifizieren. Im folgenden Verhandlungsverfahren konnte sich TSI gegen zwei Mitbieter behaupten und hat das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Nach Ablauf der offiziellen Einspruchsfrist ging der Auftrag an T-Systems International, der Rahmenvertrag wurde am 30.07.2009 unterschrieben.
Schnellere Antwortzeiten durch neue Netztechnik
Gegenüber den bisher verwendeten sternförmigen Netzanschlüssen an das jeweils zuständige Rechenzentrum wird jetzt eine sogenannte „Wolke" mit weniger Infrastrukturkomponenten zwischen Anwender und Anwendung beziehungsweise Fachverfahren genutzt. Darüber hinaus ist es jetzt erstmals möglich, Fachverfahren entsprechend den Erfordernissen zu priorisieren und somit durchgängig bessere Antwortzeiten zu ermöglichen.
Umstellungsarbeiten beginnen im Oktober
Die Migration des bestehenden Netzes in die neue Plattform beginnt Anfang Oktober mit der Installation der neuen zentralen Komponenten. Anschließend können für rund sechs Wochen mit je fünf Pilotanwendern pro Rechenzentrum Erfahrungen gesammelt werden. Ab Ende 2009 beginnt die Einführung für alle anderen Mitglieder und Kunden. Das Migrationsende ist für Mitte 2010 vorgesehen.
Zukunftsfähige Infrastruktur
Mit dem neuen kommunalen Kommunikationsnetz steht dem Datenverarbeitungsverbund Baden-Württemberg und seinen Mitgliedern und Kunden eine leistungsfähige, ausfallsichere Netzinfrastruktur zur Verfügung, die für die Aufgaben und Anforderungen der kommunalen Datenverarbeitung (eGovernmentprozesse, EU-Dienstleistungsrichtlinie, etc.) in den kommenden Jahren bestens vorbereitet ist.
Weitere Informationen finden sie als Mitglied oder Kunde auf unserem Infosrever unter www.rz-info.de
