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E-Government


E-Government („Electronic Government“) steht für die Nutzung elektronischer Medien und hier insbesondere des Internets, um Verwaltungsvorgänge per Mausklick erledigen zu können. Kernziel von E-Government ist die Entstehung einer „digitalen Verwaltung“, deren Online-Angebot im Hinblick auf Information, Kommunikation, Dienstleistungen und Beteiligungsmöglichkeiten – so weit möglich und rechtlich zulässig – auf die Bedürfnisse der Bürger und Unternehmen, also auf die Bedürfnisse der Behördenkunden, zugeschnitten ist. Zu denken ist beispielsweise an umfassende Informationen zu Verwaltungsvorgängen, an Online-Formulare, elektronische Anträge oder per E-Mail zugestellte Bescheide, aber auch an Online-Bürgersprechstunden oder Diskussionsforen zu aktuellen Themen. Wo die elektronische Abwicklung nicht oder noch nicht möglich ist, sollen auf diesem Wege Informationen angeboten werden, die den Gang zur Behörde - gleichgültig ob persönlich oder elektronisch - gut vorbereiten oder erleichtern.

E-Government ist die Grundlage optimierter Geschäftsprozesse der öffentlichen Verwaltung aus „Kundensicht“. Durch die Vermeidung von mehrfacher Datenerfassung, Datenhaltung und Vorgangsunterbrechungen können große Rationalsierungseffekte erreicht werden. Die Voraussetzung hierfür sind durchgängig integrierte Geschäftsprozesse, vom Internet-PC bis zum zentralen Verfahren.

Die nationale E-Government-Strategie von Bund, Ländern und Kommunen

Eine moderne öffentliche Verwaltung ist Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands. E-Government leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Deutschland-Online bündelt E-Government-Initiativen von Bund, Ländern und Kommunen zu einer gemeinsamen nationalen Strategie. Damit schafft es die Grundlage für eine weitere effiziente Verwaltungsmodernisierung. Durch gemeinsames Vorgehen bei vielfältigen E-Government-Vorhaben und dem Aufbau interoperabler Infrastrukturen in Bund, Ländern und Gemeinden will die Initiative bis zum Jahr 2010 eine vollständig integrierte E-Government-Landschaft in Deutschland schaffen. Das partnerschaftliche Konzept: "Einige-für-alle" nutzt dabei vorhandene Ressourcen optimal und vermeidet Parallelentwicklungen.

Zielmarken bis 2008 (unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel):
  • Bis Ende 2005 haben alle Behörden in Bund, Ländern und Gemeinden einen Zugang für elektronische Kommunikation eingerichtet
  • Bis Ende 2006 sollen alle 2003 beschlossenen Deutschland-Online-Vorhaben im Internet verfügbar sein.
  • Bis Ende 2007 werden die Behörden auch untereinander elektronisch kommunizieren.
  • Bis Ende 2008 werden alle geeigneten Verwaltungsverfahren in Deutschland online zur Verfügung stehen.

E-Government in Baden-Württemberg mit dem Masterplan des Datenverarbeitungsverbundes Baden-Württemberg (DVV BW)

Die zentralen Verfahren für die Verwaltungen werden für die Integration von E-Diensten für alle Kommunen und Landratsämter weiterentwickelt. Ziel dabei ist es, nicht nur einzelne E-Bürgerdienste, sondern portalgesteuerte Angebote für die jeweilige Lebenslagen der Bürgers im Sinne eines One-Stop-Governments anzubieten.


E-Government-Framework des DVV BW

Das „E-Government-Framework“ des DVV BW als zentrale Entwicklungs-, Integrations- und Produktionsplattform für einen flächendeckenden Markt, machen das hohe Investitionsvolumen finanzierbar. Arbeitsteilig und synergetisch werden von den Projektpartnern (Rechenzentren und Datenzentrale in Baden-Württemberg) Content, Software, Portaldienste, Standards, Betreibermodell, Sicherheits- und Service-Konzepte entwickelt.

Mit dem E-Government-Framework wird allen Kommunen ein komplettes und finanzierbares Serviceangebot für die Erstellung, die Fortschreibung und den Betrieb von Kommunalportalen aus einer Hand geliefert. Kernziel ist es dabei, die Anforderungen der Kommunen und die gesetzlichen Vorgaben im Bereich E-Government auch für interkommunale Prozesse abzudecken.


Die Komponenten des E-Government-Framework

dvv.Portalplattform

Das iiru.cms als Basis des Internetauftritts der einzelnen Kommune (also die kommunale Website) ermöglicht es, auf verteilte Content-Quellen (staatlich-kommunales Verwaltungsportal, gemeindeübergreifende Datenquellen, Veranstaltungskalender) zuzugreifen und Transaktionen zu nutzen. Grundlage des Kommunalportals bildet das Content Management System (CMS) pirobase und die darauf basierenden Weiterentwicklungen (sogenannte dvv.Master-Templates) des DV-Verbundes Baden-Württemberg. direkt zum iru.cms

dvv.Bürgerdienste

E-Bürgerdienste sollen es ermöglichen, einzelne Verwaltungsverfahren - teilweise unter Verwendung der elektronischen Signatur - elektronisch abzuwickeln. Im Idealfall soll der Bürger oder das Unternehmen einen Verwaltungsvorgang, beispielsweise die Anmeldung bei der Meldebehörde, mit Hilfe eines E-Bürgerdienstes komplett über das Internet abwickeln können. Voraussetzung dafür ist, dass ein solcher Online-Dienst entwickelt ist und die zuständige Behörde, zum Beispiel die Gemeinde, diesen auch anbietet. direkt zu dvv.Bürgerdienste

dvv.Formularserver

eFormulare sind der ideale Einstieg in E-Government und wirtschaftlicher als bedrucktes Papier. Sie zeichnen sich durch ihren dynamischen Charakter (Plausibilitätenprüfungen, automatische Berechnungen und eingebaute Logiken) aus und haben eine hohe Datenqualität bei gleichzeitig optimaler Nutzerführung. Die in das Formular eingegebenen Daten können direkt an den zuständigen Sachbearbeiter versandt und von diesem als Excel-Tabelle extrahiert und weiterverarbeitet werden. Sie sind somit eine Investition in die Zukunft, auf den kommunalen Bereich abgestimmt und geeignet um Papierformulare umfassend abzulösen. weitere Infos zum eFormular

dvv.Clearingcenter

Durch die Einführung der gesetzlichen Verpflichtung, Rückmeldungen von Zuzügen im Meldewesen zukünftig elektronisch abzuwickeln, sind nun Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, den standardisierten elektronischen Datenaustausch zwischen Stellen der öffentlichen Verwaltung entsprechend dem Standard OSCI zu gewährleisten. Dies kann durch ein Clearingcenter in jedem Bundesland sichergestellt werden. direkt zum dvv.Clearingcenter

dvv.Meldeportal

Alle Meldebehörden in Baden-Württembergs sind zum 01.01.2007 an ein gemeinsames Meldeportal anzuschließen (§29a LMG).

Im dvv.Meldeportal werden Teile der Meldedaten sämtlicher Einwohner in Baden-Württemberg bereitgestellt. Das dvv.Meldeportal dient als spezielle Auskunftsdatenbank, die im 7x24-Stundenbetrieb ausfallsicher zur Verfügung steht. direkt zum dvv.Meldeportal

dvv.Virtuelle Poststelle

Der bisher weltweit eingesetzte E-Mail-Standard hat weitgehend den Charakter der „offenen“ Postkarte mit allen Möglichkeiten der Manipulation. Um Rechtssicherheit herbeizuführen, muss diese Technik um die Komponenten Verschlüsselung und Signatur erweitert werden. Beide Komponenten stellen die Vollständigkeit und die Vertraulichkeit der Daten sowie die Verbindlichkeit und die Authentizität des Absenders sicher. Der rechtsverbindliche E-Mail-Verkehr sollte nur über eindeutig definierte E-Mail-Adressen abgewickelt werden.

Sichere und rechtsverbindliche E-Mail-Kommunikation
Diese erweiterten Anforderungen kann eine „Virtuelle Poststelle“ erfüllen. Als zentraler Dienst wird dieser Service allen Kunden in gleicher Qualität zur Verfügung gestellt. Eine Realisierung wird in mehreren Phasen erfolgen.
Weitere Informationen zur Virtuellen Poststelle finden unsere Kunden auf dem Infoserver: www.rz-info.de