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dvv.Clearingcenter

Der Elektronischer Datenaustausch zwischen den Meldebehörden wird ab 01.01. 2007 Pflicht in Deutschland! Der Datenverarbeitungsverbund Baden-Württemberg (DVV BW) setzt Maßstäbe und stellt die dafür notwendige Clearingstelle bereit.

Mit der Novellierung des Melderechtsrahmengesetzes hat der Gesetzgeber die erforderlichen Rechtsgrundlagen vorbereitet, um unter Nutzung moderner Technologien das Meldewesen effizienter, bürgerfreundlicher und ökonomischer zu gestalten. Ab 01.01.2007 darf die Rückmeldung zwischen den Meldeämtern nur noch elektronisch erfolgen. Bundesweit müssen alle Meldebehörden die sicheren Kommunikationsstandards zum genannten Termin erfüllen.

Als sicherer Kommunikationsstandard wurde bundesweit der „Online Services Computer Interface (OSCI) Transport“ vereinbart. Dieser Protokollstandard beinhaltet Ver-, Entschlüsselung, Signierung und Verifizierung. Künftig wird die Übermittlung bundesweit elektronisch und verschlüsselt vollzogen werden und damit den bisherig überwiegend papierbezogenen Nachrichtenaustausch ablösen. Da eine elektronische Kommunikation der rund 5.400 Meldebehörden in der Bundesrepublik untereinander nahezu unmöglich ist, wird der Datenaustausch überwiegend über so genannte Clearingstellen erfolgen. Die Clearingstelle für Baden-Württemberg wird der Datenverarbeitungsverbund Baden-Württemberg (DVV BW) betreiben.

Technisch und organisatorisch hat der DVV BW die Ziellinie bereits überquert, der Startschuss für die Produktivsetzung der Clearingstellenservices (dvv.Clearingcenter) erfolgt, sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind (Verabschiedung des Landesmeldegesetzes) und die Festlegung der einzusetzenden XMeld-Version erfolgt ist.

Durch die Integration des Clearingstellenservices in die landeseinheitliche Einwohnerlösung (LEWIS-DB) profitieren die Anwender in besonderem Maße, da die Geschäftsprozesse optimal aufeinander abgestimmt sind. Die vom Gesetzgeber geforderten Synergien werden mit den Clearingstellenservices des DVV BW realisiert, dies spiegelt sich in folgenden Vorteilen der elektronischen Datenübermittlung wider:

  • Automatisierte elektronische Ausstellung und Zustellung der Zuzugsrückmeldungen.
  • Wegfall der Datenübermittlung auf Papier einschl. des Postversands.
  • Automatisierte Bereitstellung der eingehenden Daten in einer Wiedervorlagedatei zur Kontrolle und weiteren Bearbeitung im Melderegister.
  • Hohes Einsparpotential bei der Bearbeitung.

Daneben bietet der DVV BW diese Clearingstellenservices aber auch Kommunen an, die mit anderen Einwohnerverfahren arbeiten. Die Übermittlung der Rückmeldedaten kann von den betroffenen Kommunen über das dvv.Clearingcenter mittels des Produktes dvv.TransCS (OSCI-Software) erfolgen. Damit wird eine Lösung geboten, die die betroffenen Kommunen auch organisatorisch und technisch unterstützt. Die Integration ins jeweilige Einwohnerverfahren ist vom einzelnen Verfahrensentwickler zu verwirklichen.

Ausblick:
Das Meldewesen hat für die sichere elektronische Datenübermittlung einen Pilotcharakter in Deutschland. Es ist aber bereits heute absehbar, dass künftig die elektronische Datenübermittlung aus den unterschiedlichsten Verwaltungsbereichen stark zunehmen und die Nutzung der Clearingstellenservices bald fester Bestandteil im öffentlichen Geschäftsleben sein wird.